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Lean Construction bei einem Mehrfamilienhaus

Beitrag von Marianne Thommel

Lean Construction bei einem Mehrfamilienhaus: Ein Pilotprojekt am Bodensee

Lean Con- struction bei einem Mehr- familien- haus: Ein Pilot- projekt am Bodensee

Verlässliches Miteinander statt unverbindlichen Nacheinanders

Montagmorgen in Nonnenhorn am Bodensee: Seit Baubeginn kommen zu Wochenbeginn alle vor Ort zusammen, die gemeinsam ein exklusives Mehrfamilienhaus errichten. Dieses entsteht als Pilotprojekt „NoHo STAY“ der Beratungsfirma refine Properties GmbH.

Alle – das sind: Refine-Mitarbeiterin und Projektleiterin Sophie Breitruck, Bauleiter Tobias Mohr von HOLZBAU MOHR, die Architektin Anika Kienzle von Mischwerk 81 sowie die Vorarbeiter derjenigen Gewerke, die momentan vor Ort arbeiten: Holzbau, Elektrik, Sanitär sowie Maler. Sie sind ein Projektteam, das persönlich Zielvereinbarungen abstimmt, gemeinsam frühzeitig Risiken erkennt und löst, Abläufe beschleunigt. Schlicht und einfach an einem Strang zieht. Miteinander verfolgen sie fokussiert das festgelegte Ziel: Im Dezember 2025 wird dieses Haus nur 26 Wochen nach dem Spatenstich, nur 11 Monate nach ersten Planungsgesprächen bezogen. Nicht schlüsselfertig, sondern bereits möbliert, nicht außen noch Baustelle, sondern mit fertiggestellter Außenanalage.

Diese ambitionierte Zielmarke ist nur zu erreichen durch reibungslose Zusammenarbeit, klare Abläufe und absolute Transparenz – hier angeleitet und vorgegeben durch die Arbeitsweise der Firma refine, die sowohl Bauherr ist als auch die Projektleitung innehat.

Bau eines Mehrparteienhauses mit der Firma refine

Lässt sich das Prinzip Lean Construction von Großbaustellen auch auf kleine Projekte übertragen? Das auszuprobieren, ist das Ziel des Beratungsunternehmens refine beim Bau eines Hauses von „nur“ 513 m², die auf insgesamt fünf Wohneinheiten verteilt sind – das Projekt „NoHo Stay“. Also sucht es regionale Handwerksbetriebe, mit denen sich ihr Vorhaben umsetzen lässt. Dabei stößt refine auch auf HOLZBAU MOHR und trifft hier nicht nur auf das notwendige Know-How, sondern auch auf die Offenheit, sich auf die Arbeitsweise von refine einzulassen.

Teil des Teams sind ebenfalls die Firma Kempter für Elektro, Heizung und Sanitär sowie das Bauunternehmen Meschenmoser.

1. Wie arbeitet die Firma refine?

Die Firmengründer Dipl.-Ing. Bülent Yildiz und Prof. Dr. Claus Nesensohn haben sich nichts Geringeres vorgenommen, als die Baubranche zu revolutionieren und einen Kulturwandel voranzutreiben. Statt endloser Verzögerungen, Baumängel sowie ausufernden Budgets setzt refine Bauprojekte um mit hoher Terminsicherheit, stabilen Kosten und verblüffend kurzen Bauzeiten. Effizienter, wertschöpfender und kollaborativer. Wie kann das gelingen? 

Mit diesen drei Methoden:

a) Lean Construction und Last Planer System

Maximale Wertschöpfung, minimale Verschwendung sind die Grundpfeiler von Lean Construction. Diese Methode überträgt die Prinzipien der industriellen Produktion auf das Bauwesen. Optimierte Bauprozesse, enge, transparente Zusammenarbeit sowie regelmäßige Abstimmungen lassen Bauprojekte nach dieser Methode ausgesprochen reibungslos ablaufen bei stabilen Kosten. Bauen nach dem Last Planer System bedeutet: Denke von hinten nach vorne! Vom Einzugstermin über die Schlüsselübergabe, die Endreinigung, den Einbau der Küche sowie unzählige weitere kleine und große Arbeitsschritte rollst du alles auf bis zum Baubeginn. So lässt sich genau planen, wann der Spatenstich gesetzt werden und wann wer welche Arbeiten vornehmen muss, um den fixierten Einzugstermin zu halten. Stillstand, Verzögerungen und damit auch unnötige Kosten – Fehlanzeige.

b) Integrierte Projektabwicklung

Die Integrierte Projektabwicklung legt die Basis für echte Zusammenarbeit, sorgt für Teamspirit und erzeugt ein gewerkunabhängiges Wir-Gefühl. Bauherren, Planer und Ausführende schließen einen Vertrag ab. Demnach tragen sie Risiken und Chancen gemeinsam. Der Fokus liegt auf dem optimalen Gelingen des gemeinschaftlichen Projekts

c) Building Information Modeling

Hier laufen alle Daten rund um das Projekt zusammen. Dank BIM als digitale Basis ist alles Wichtige jederzeit einsehbar.

d) Wöchentliche PEP-Besprechungen

Montags und freitags wird Bilanz gezogen. In den wöchentlichen Projektsitzungen werden die einzelnen Arbeitsschritte auf Post-its benannt und Tagen bzw. Kalenderwochen auf den Übersichten zugeordnet. Jedes Gewerk hat eine eigene Farbe, jede KW ist in die einzelnen Arbeitsbereiche z. B. Innenausbau EG/ OG/ DG, Dach/Fassade oder Rohbau/ Landschaft. gegliedert. Diese Visualisierung schafft Klarheit, Verbindlichkeit. Sie zeigt gegenseitige Abhängigkeiten auf und fordert konkrete Lösungen bei Verschiebungen: Die Küche kommt eine Woche früher als geplant und wird gleichzeitig in allen Wohnungen eingebaut! Wie kann der Bodenleger seine Arbeit so vorziehen, dass dies möglich wird?, Welche Auswirkungen hat dies wiederum auf den Maler?

2. Unsere Erfahrung wächst!

„Wenn ich Bauherr wäre, würde ich mein Projekt auch so umsetzen. Die Handwerker derart zu integrieren, finde ich absolut überzeugend! Nur einen Verbesserungsvorschlag hätte ich: Genutzte Chancen, wie zum Beispiel besonders schnelles Vorankommen, sollten in Form eines Benefits direkt beim einzelnen Mitarbeiter ankommen“,
so das Fazit von Tobias Mohr.

Viel der Integrierten Projektabwicklung lebt HOLZBAU MOHR bereits, weil die Zusammenarbeit mit bewährten Partnerbetrieben seit jeher so abläuft. Mit weniger Visualisierung und Dokumentation wie bei refine, doch vom Prinzip her gleich. Teamwork ist nämlich auch einer unserer fünf grundlegenden Unternehmenswerte.

Umso wertvoller für uns, dass wir bei diesem Projekt die Arbeitsweise der Firma refine so mit umsetzen konnten!

Infos zum Gebäude

Größe: 19 m x 11,7 m (mit schräger Giebelwand)

Nutzfläche: 513,5 m²

Bauweise: Holzständerbauweise mit betoniertem Treppenhaus

Baujahr: 2025

Adresse: Mauthausstraße 5, 88149 Nonnenhorn Oberstaufen

Entwurfs- und Genehmigungsplanung: Mischwerk 81 Kienzle

Werk- und Detailplanung: HOLZBAU MOHR

Bauleitung: HOLZBAU MOHR

Bodensee

Lust auf eine Auszeit am Bodensee?

Dann kannst du dir direkt ein Bild vom Projekt „NoHo STAY“ machen:

Drei der fünf Wohnungen sind Ferienwohnungen. Sie können gebucht werden für einen Urlaub der Extra-Klasse: Seenähe, nagelneu und voll ausgestattet, sogar inklusive Sauna mit Seeblick.

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